Sei kein Gummiband!

Sei kein Gummiband

Ich glaube, es ist uns nicht naturgegeben, Kompromisse einzugehen. Wie so vieles, müssen wir diese Fähigkeit erlernen, denn sonst neigen wir zu extremen Reaktionen auf neue Erkenntnisse. Ich nenne das die Gummiband-Theorie.

Was ich damit meine?

Ein Gummiband ist man dann, wenn man sich erst gaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz weit in eine Richtung streckt, nur um danach „schwupps“ in die andere Richtung zu zischen. Das ist niemals förderlich, in keinem Lebensbereich – auch nicht (oder schon gar nicht?) im Finanzbereich.

Konkretes Beispiel:

Ich sehe oder höre ganz häufig, dass dem Otto-Normal-Finanzproduktkäufer nach einiger Zeit mal auffällt, wie teuer z. Bsp. seine Rentenversicherung ist. Huch?!
Ja, das ist ja eine Frechheit. Man wurde vera****t oder zumindest ausgenutzt. Im Kontext mit all den Informationen, die sonst so auf einen einprasseln (Medienartikel, Erfahrungsberichte von anderen Geschädigten, losgelöste Einzelfakten aus diversen Finanzblogs undundund…) ist die Entrüstung verständlicherweise riesig.
Also muss natürlich schnell gehandelt werden: Weg mit dem Schaden, diese Verbrecher bekommen keinen Cent mehr von mir!

Ergo kündigt man die Rentenversicherung auf Teufel komm raus. Und weil es jetzt ja neue Informationen in neuem Kontext gibt – packt man das nun vermeintlich „gesparte“ Geld dann zu 100% in einen ETF, denn das ist ja neuerdings das Maß aller Dinge.
Ich möchte Dich warnen: Genauso, wie Du offensichtlich vorher Deinem Versicherungsmakler (oder von wem Du die Versicherung eben gekauft hast) blind vertraut hast – vertraust Du jetzt eben blind auf ETFs.

Zack schnallt das Gummiband!

Das Problem ist eigentlich klar, aber nicht offensichtlich: Du bist in der Denke dann immer noch einseitig – nur jetzt eben aus der anderen Richtung.
Mal abgesehen davon, dass ein Portfolio diversifiziert sein sollte , muss man sich nämlich auch immer vor Augen halten dass es eben nicht so leicht zu sagen ist, ob und dass ein Finanzprodukt „teuer“ oder „sinnlos“ ist, denn woran willst Du es messen?

Jedes Finanzprodukt und jede Art von Finanzprodukten hat eine Bewandtnis und unterschiedliche Zwecke!

Nicht alle Rentenversicherungen sind Teufelszeug – man muss genau hinschauen. Du musst für Dich wissen, wo es langgehen soll, was die genauen Kriterien des Vertrages sind, wozu Dir der Vertrag dienlich sein könnte usw.
Einfach mal so zu kündigen, weil Du vermutest, dass es „teuer“ ist, macht Dich automatisch zum Gummiband. Denn genauso wenig sind alle ETFs sind „gut“ – jede Alternative hat ihre eigenen Haken.

Und hier liegt der Hund begraben: Fängst Du an, Gummiband zu spielen, wirst Du nie wirklich zufrieden sein.
Legst Du – wie im Beispiel – alles in ETFs an, kann es durchaus sein, dass die Enttäuschung nach ein paar Jahren auch hier groß ist. Und dann steht Du belämmert da und denkst Dir:
Super, erst sagen alle, ich soll eine Rentenversicherung machen. Dann bin ich schlau und lege alles in die hochgelobten ETFs  – und wenn ich jetzt so auf mein Geld schaue, ist da schon wieder nicht viel draus geworden. 🙁

Das Learning aus solchen Aktionen ist hart und sehr teuer. Durch solche Stretchingaktionen verbrennst Du meistens eine Menge Geld und noch schlimmer: Du verlierst Zeit. Und das alles nur, um Dir selbst zu beweisen, dass die Anlageform „kacke“ war …

Mach es bitte anders. Selbst wenn Du Dich grün und blau über eine ehemalige Geldentscheidung ärgerst: Bevor Du irgendetwas tust, halte inne und schütze Dich selbst vor Überreaktionen jeglicher Art. Mach Dich erst wirklich finanzfit. Warte dann noch einen Monat und überprüfe, ob Du wirklich finanzfit bist. Und dann erst triff eine Entscheidung.

 

Wie immer gilt:

  1. Prüfe genau! Wähle erst dann!
  2. Es ist Deine Entscheidung! Was für jemand anderen funktioniert und stimmig ist, muss nicht automatisch auch für dich gut und richtig sein!

Sei also kein Gummiband – Du schadest nur Dir selbst damit.

5 Kommentare, sei der nächste!

  1. Bitte den Artikel nochmal lesen vor dem Veröffentlichen! Das liest sich einfach grausam mit all den Fehlern und fehlenden Worten da drin. Sogar schon im Titel. Das mach den Eindruck, als ob Version 1 in der Nacht gegen 2 Uhr schnell ins Netz gehauen werden muss, um Klicks zu generieren.

    1. Hallo Marcel,
      vielen dank für Deinen Hinweis. Ich gebe zu, dass der Artikel kein sprachliches Highlight ist, habe aber bis auf ein verlorenes „wir“ und ein großzügiges „s“ keine Rechtschreibfehler finden können. Vielleicht hast du den Artikel müde und schlechtgelaunt nachts um 2h gelesen und Dein Unmut musste irgendwohin?
      Wenn ja, so bin ich dankbar, Dir als Ventil gedient zu haben, bitte Dich für das nächste Mal aber doch um eine etwas freundlichere Ansprache: Jede Kritik ist willkommen, wenn sie denn freundlich verpackt ist.

      Grüße schickt Dir
      Anette

      1. Ich habe den Text mal durchgeschaut: Im Bild ganz oben ist ein überschüssiges n („Sei*n* kein Gummiband“), und in einem Satz („Mal abgesehen davon, dass ein Portfolio diversifiziert sein sollte , muss man sich nämlich auch immer vor Augen halten dass es eben (…)“) ist 1. ein Leerzeichen vor dem ersten Komma zu viel und 2. ein Komma vor dem zweiten „dass“ zu wenig. Im übrigen scheint mir die Schreibung richtig zu sein.

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