Meine geld.welt in 2013

WOW! Das Jahr geht spannend los.

(Nun gut, das Alte hat auch spannend aufgehört, aber ich will mal hier nicht kleinlich sein.)

Nun, wie sieht mein Voraus-Blick aus?

Der deutsche Markt wird dieses Jahr nicht wachsen. Leicht zurückgehende Exportzahlen der letzten beiden Monate kündigen dies bereits an, auch wenn wir insgesamt im letzten Jahr einen Rekordexport bilanzieren konnten. Deutschland ist und bleibt trotzdem der offizielle Gewinner der Eurokrise – koste es drisiken_chancenie Bevölkerung, was es wolle!
Diese Wachstumswahn-Paranoia (mehr!mehr!mehr!) halte ich für unglaublich gefährlich, wir sollten uns langsam an den Gedanken gewöhnen, dass ein nachhaltiges und stabiles Kontinuum sowohl für unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft und für unsere Nachbarn der einzig zukunftssichere Weg ist.

Der DAX sieht momentan recht beflügelt aus. Mir fällt auch kein triftiger Grund ein, warum er – von den „normalen“ Schwankungsbreiten (6000 – 8000 Punkte) abgesehen – große Sprünge machen sollte. Schwarze Schwäne kann es natürlich immer geben und hinterher sagen alle, sie haben es gewusst – aber ich gebe hiermit offiziell zu Protokoll, dass ich für dieses Jahr mit nichts Dramatischem rechne.

Weltwirtschaftlich betrachte ich Japan mit etwas Sorge. Fällt der Yen weiterhin im Wert (zum US$), so werden die Japaner über kurz oder mittelfristig Probleme mit steigenden Zinsen bekommen – und der Staatshaushalt ist sowieso schon kurz vor knapp. Im Zuge dessen sollte man auch China im Auge behalten. Für Fondskäufer der Region empfehle ich in diesem Jahr engmaschige Kontrollen und Vorsicht beim Nachkaufen.

An der heimischen Zinsfront wird sich wenig rühren. Wir warten alle auf die – nach volkswirtschaftlichem Ermessen todsichere – Inflation, aber sie hat Geduld. Viel Geduld. Ist im Urlaub, ruht sich aus. Denn sie braucht viel Kraft, um gegen die politisch motivierten Präventionsmaßnahmen anrennen zu können. Momentan ist es tatsächlich am besten so, wie es ist, denn das Eurolandgefüge ist zu angeschlagen, um durch weiteren Vertrauensverlust die innere Stabilität noch mehr zu gefährden. Es schadet dem Einzelnen trotzdem nicht, sich in aller Ruhe nach Sachwerten umzuschauen.

Das liebe Gold zieht momentan schwer den Bauch ein. Ich denke, das tut es nur, um besser zur Geltung zu bringen, was für dicke Arme es machen kann… Tatsächlich ist für den noch-nicht-goldinvestierten Anleger zu überlegen, ob das  im Augenblick nicht sogar Einstiegskurse sind.

Innenpolitisch wird 2013 ganz sicher mein Jahr! Die Honorarberatung soll endlich gesetzlich geregelt werden. Die Bankenregulierung muss jetzt in die Umsetzung gehen. Die Produkt-, Provisons – und Kostendiskussion nimmt gerade erst Fahrt auf. Pflege-Bahr wird selbst von den Versicherern nur zögerlich angeboten. Frau von der Leyen hat sich an der Altersarmut festgebissen (es ist zwar nicht ihr Ressort, aber ich bin froh, dass sie die Wichtigkeit des Themas richtig erkannt hat!). Und dann haben wir auch noch Wahljahr! Ich bin begeistert! 🙂

Die geld.wert GmbH wird dieses Jahr ebenfalls Schlagzeilen machen. Davon abgesehen, dass ich habe läuten hören, dass ein Artikel über mich in einer grösseren Zeitschrift erscheinen soll, stehen als Beiwerk zur individuellen Honorarberatung und den regulären Workshops noch ein paar hochspannende Projekte in den Startlöchern:

– im Februar veranstalten Eva Reinhards und ich für Faschingsmuffelfrauen das Wochenendseminar mit dem (vorläufigen) Titel „Ich bin eine geld.werte Marke!

– in den Sommerferien bin ich bei dem großartigen Frauenevent
Geld. Macht. Sex.“ dabei. Ratet mal, welches mein Part sein wird? 😉 Wir drei, also die wundervolle Andrea Silwanus, die unglaublich kompetente Alexandra Stöhr und ich, werden mit 15 Frauen eine ganze Woche lang intensiv daran arbeiten, „sich zu trauen, zur Königin im eigenen Leben zu werden!“

– unser saarländisches Unternehmerinnennetzwerk konnex(f) entwickelt sich wunderbar und wir werden im Frühjahr/Sommer ein „konnex(f)-Gutscheinbuch“ herausbringen, dass ein wahrhaft geldwertes Nachschlagewerk für saarländische Unternehmerinnenpower ist.

Und das waren jetzt nur die handfesten Pläne…
Ich wünsche Euch/Ihnen ein genauso tolles Jahr, wie meines es zu werden verspricht und freue mich wie immer über Eure Kommentare und Rückmeldungen!

3 Kommentare, sei der nächste!

  1. Danke für die Motivation und doch eher positiven Ausblicke. Ich hoffe Deine Texte lesen viele Leute, dann wissen diese , dass es uns gar nicht so schlecht und kaufen vielleicht auch bei mir ein ,b.z.w.kommen mehr in die Kurse. Im Moment hab ich den Eindruck ist, zumindest Meißen im tiefsten Winterschlaf.

  2. Deine Artikel sind wirklich immer wieder sehr schön zu lesen und wirklich auch sehr sehr interessant für mich. Ich muss auch der Petra Recht geben. Ich finde es wirklich auch einmal aufmunternd, nicht ausschließlich negative Ausblicke zu bekommen, sondern auch Positives zu lesen.

    Viele Grüße, Anna Marie

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