1-Minuten-Finanztipp: Trenne Geld und Freundschaft!

Beim Geld hört die Freundschaft auf. Ich gehe davon aus, dass Du diesen Spruch sicherlich auch schon einige Male in Deinem Leben gehört hast, oder? Ich möchte das gerne mal bekräftigen, denn mittlerweile hat mich das Leben und die Erfahrungen meiner Kunden gelehrt, dass manches, was schon mein Grossvater sagte, durchaus seine Richtigkeit behält.

Was ist wichtiger?

An sich ist es ja wunderbar, wenn du mit deinen Freunden eine solche Vertrauensebene hast, dass ihr euch gegenseitig um Geld bitten könnt. Aber wenn es um größere Summen geht, ist genau diese Basis ziemlich schnell am Ende. Bevor Du also mehr als ein paar Euro an Deinen besten Kumpel leihst, frage dich bitte ehrlich, welchen Einfluss ein Nicht-Zurückzahlen auf eure Freundschaft hätte.

Ehrlichkeit – zu dir und zu deinen Freunden

Klar, als Freund/in will man dem anderen auf jeden Fall immer aus der Patsche helfen – wozu hat man den Freunde, auch dafür sollten sie da sein. Und vielleicht hattet Ihr auch schon oft Diskussionen rund um das Thema „Vertrauen“ „Freundschaft“ und „Werte“ … und Du glaubst, genau zu wissen, dass der andere Dich niemals hängen lassen würde. ABER: Die Realität sprengt oft genug jede Theorie. Du kannst nicht wissen, wie Dein/e Freund/in sich unter Geldnot verändert, wie sich seine Prioritäten verschieben und ob er die gleichen Entscheidungen zu treffen bereit ist, die Du treffen würdest, wenn Du an seiner Stelle wärst. Redet also vorher darüber, was bei einer nicht-Rückzahlung mit Euch geschehen würde und sei auch ehrlich, wenn du ein schlechtes Gefühl dabei hast, das Geld zu verleihen. Mache deutlich, dass du das Geld nicht zwischen euch stehen haben möchtest und steh dazu, wenn Du daher lieber kein Geld verleihst. (Falls die Freundschaft das nicht trägt – so mach Dir klar, dass sie auch das Geldverleihen dann wohl kaum überlebt hätte.)

Vielleicht Du aber beschließt, das Geld zu verleihen – dann rechne ganz tief in Dir drin bitte damit, dass du es im schlimmsten Fall nicht mehr zurück bekommst und verbuche es innerlich als „Geschenk“. Wenn Dir die Freundschaft so wichtig ist und die Summe keinen Einfluss auf Deine eigene finanzielle Existenz hat, ist das die einzig sichere Variante.

Fixiert eure Vereinbarung schriftlich

Auch wenn du es in Dir drin als „Geschenk“ verbuchst, ist trotzdem unterschwellig immer der Wunsch da, für dieses Tat auch anerkannt zu werden (ich rede nicht von Dankbarkeit, sondern von gegenseitiger Akzeptanz der Tatsachen). Nicht, dass die anfangs selbstverständliche Anerkennung über die Jahre und eventuell veränderte Freundschaftsverhältnisse in Vergessenheit gerät… Du hast Geld verliehen und solltest es rein rechtlich gesehen zurück erhalten können. Dazu braucht es einen Vertrag – den sollten auch Freunde schließen!

Die Summe macht den Unterschied – und der Charakter

Übrigens: Es ist ok, dass du manchen Freunden Geld leihst und anderen nicht.
Bei einigen tun dir vielleicht schon 5 EUR weh, weil sie ständig Ihren Geldbeutel vergessen und der Kleinkram nie zurückgezahlt wird. Und bei anderen Freunden leihst Du bereitwillig 1000EUR ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.
Sei ehrlich zu dir und gestehe Dir ein, dass es eben Unterschiede in den Charakteren Deiner Freunde gibt und Du das Recht dazu hast, mit unterschiedlichem Maß zu messen. Du trägst die Verantwortung für deine Entscheidung – und es ist Dein Geld.

Wenn Du das alles nicht bedenken oder durchdenken willst, mein Tipp: Leihe aus Prinzip kein Geld.

Nie.

Niemandem

 

 

… Ausnahmen bestätigen die Regel 😉

Ein Kommentar, sei der nächste!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.