Wer ich bin

2014LachkekskleinerIch bin Anette Weiß, stolze Mutter von 2 - mittlerweile ziemlich großen - Kindern, glücklich verheiratet, 45 Jahre alt und der Kopf der geld.wert finanzbildung GmbH.

Dass ich selbst ein Unternehmern gründen sollte, war nach meinem Wirtschaftsabitur vor über 25 Jahren nicht abzusehen: die Banklehre im Genossenschaftsbereich habe ich eher aus Vernunftsgründen denn aus wirklicher Begeisterung gemacht.
Mein damaliger Lebensentwurf war von der Idee bestimmt, eine Familie zu gründen, nebenher etwas Geld im sicheren Bankjob zu verdienen und ansonsten den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen...

Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass ich zum einen wirkliches Talent für Menschen im Zusammenhang mit Geld habe und dass Mutter sein mich zwar zufrieden macht - aber auf Dauer nicht ausfüllt.
Also blieb ich meiner Arbeit auch neben dem Familienaufbau fast Vollzeit treu, verfeinerte meinen Umgang mit Menschen und vertiefte meine Fachkompetenz in unzähligen Fortbildungen und dem Studium zur Fachwirtin.

So hätte es weitergehen können, hätte nicht die Branche sich immer mehr verändert:
Was in meinen Anfangszeiten noch wirkliche Dienstleistung und - soweit möglich - ehrliche Beratung am Kunden gewesen war, wurde im Laufe der Jahre immer mehr zu einem einzigen Verkaufsprozeß.
Immer deutlicher wurde es, dass der Gewinn der Bank unterm Strich wichtiger als Menschenwohl ist. Immer manipulativer wurden die Verkaufsmethoden, in denen wir innerbetrieblich geschult wurden und immer plumper die Gehirnwäsche, mit der die Mitarbeiter bei der Stange gehalten werden sollten.

Und was bei meiner kleinen Bank erst ziemlich spät angekommen war, hatte weltweit schon lange Zeit, viel Schaden anzurichten - die direkten Folgen der maßlosen Gier und der skrupellosen Kurzsichtigkeit gipfelten in der Finanzkrise 2008.

Banker mit Leib und Seele, der ich damals war, dachte ich, nun würde sich alles ändern. Das, was ich und viele andere erkannt hatten, würden ja auch die Bankvorstände und die Wirtschaftsweisen sehen und wissen. Sogar die Politik verlangte Besserung und versprach Kontrolle - ich hoffte auf Einsicht und Läuterung.
Wie wir wissen, wurde nicht nur ich enttäuscht.

Die Entscheidung, die Bankkarriere aufzugeben war nicht schwer - irgendwann Mitte 2009 stand ich eines morgens auf und es war klar: es ist vorbei.
Gute Finanzberatung muss anders gemacht werden und ich wusste wie. Also habe ich meine eigene GmbH gegründet und bin mit der Honorarberatung gestartet.

Seither kommt eins zum anderen:

Sehr schnell wurde mir in der Selbständigkeit deutlich, dass es nicht nur die gute Beratung alleine ist, die fehlt. Es genügt nicht, den Kunden zu sagen, was sie tun sollen - sie müssen lernen, zu wissen was sie tun wollen.

Also müssen die Menschen finanziell und ökonomisch aufgeklärt - gebildet -  werden... eine meiner ersten Ruhmestaten war also ein noch recht holpriger Vortrag über Kindervorsorge in der örtlichen Dorfkneipe.
Zum Glück lernte ich dann die Geldlehrer e.V. kennen, wurde erster (und bis heute einziger) Geldlehrer im Saarland (schämt Euch, Kollegen!), baute den Geldunterricht in die Finanzbildung für Erwachsene mit ein und halte regelmäßig Workshops, die ich seit diesem Jahr auch für den Onlinekurs umgearbeitet und produziert habe. Ich lerne immer mehr Firmen kennen, die weiter denken und schule ihre Mitarbeiter.
Es gibt eine IHK-zertifizierte Ausbildung für Führungskräfte zum "Wertemanager (IHK)", die eine hochspezialisierte Freundin zusammen mit mir konzipiert hat, und in Sachen Coaching übe und lerne ich ständig weiter.

So steht die GmbH mittlerweile auf 3 festen Füßen, die Individualberatung wird wunderbar von der Finanzbildung und dem Coaching ergänzt, Anfang nächsten Jahres hoffe ich, einen weiteren Finanzanlageprofi einstellen zu können.

Die radikale Abkehr von den traditionellen Methoden der Finanzindustrie ist nicht der leichteste Weg, seinen Lebensunterhalt in dieser Branche zu verdienen - hochzufriedene Kunden und wachsender Erfolg bestätigen mir aber jeden Tag, auf dem richtigen Weg zu sein.
Finanzkrise, Falschberatung, Pflegenotstand und Altersarmut sind hausgemachte - und unterm Strich gesellschaftliche! - Probleme, deren Lösung für uns nicht darin liegen kann, darauf zu hoffen, dass der Sozialstaat es richten wird.
Wir müssen selbst daran arbeiten, egal ob wir Dienstleister, Anbieter oder Kunde sind.

Mehr über mich und meine Arbeit kannst du auch in diesen Veröffentlichungen lesen:

--> Interview über Authentizität mit Christa Goede
--> Portrait bei den MomPreneurs.de
--> Portrait bei Frau im Business
--> Jede Menge Kundenstimmen bei Vorbildunternehmer.de