„ Meine Trends und Wünsche an die Finanzbranche 2014“

electrouncle, alias Boris Janek, ein als Meister seiner Zunft bekannter Finanzblogger, hat zu seiner ersten Blogparade aufgerufen und natürlich beteilige ich mich gerne an seinem vorgegebenen Thema: „ Meine Trends und Wünsche für (an) die Finanzbranche(welt) 2014“

im neuen jahr wird alles besserNun, wie sehen meine Wünsche aus?

Träume sind Schäume, so sagt man. Das hindert mich aber nicht, meiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass das ein oder andere Mitglied der etablierten Finanzwelt sich doch bitte endlich dazu aufrafft, das eigene Selbstbild neu zu überdenken!

Zum Beispiel die Deutsche Bank.
Wie wäre es, wenn deren Kulturwandel nicht nur als Lippenbekenntnis und auf geduldigem Papier, sondern auch in den Köpfen – von Herrn Fitschen bis hin zum kleinen Filialleiter – stattfände?
Wie wäre es denn mit dem Versuch, Fehler mutig und ehrlich einzugestehen und sie zur Abwechslung mal nicht versehentlich (haha!) unter den Teppich zu kehren?

Das immerwährende  Taktieren, Lavieren, Aus-der-Affaire-ziehen ermüdet  – und es zerstört auch den letzten Rest an Glaubwürdigkeit der ehemaligen deutschen Prestigebank. Als Kunde würde ich bei einem solchen Verein nun wirklich keine Kontoführungsgebühren mehr zahlen wollen!

Ein weiterer Traum-Schaum:
ein ernstgemeinter Wandel und Besinnung auf die originären Aufgaben der Finanzindustrie!
Man stelle sich vor: Banken wären wieder dazu da, Kredite an die Wirtschaft zu vergeben. (JA, liebe Unternehmer, dazu sind Banken eigentlich da. Dass Unmengen an Geld nicht an Euch verliehen wird, weil man kein Vertrauen in Eure Wirtschaftsleistung und in die eigene Urteilsfähigkeit hat, ist nun wirklich nicht Euch zuzuschreiben!)
Oder: Banken würden darüber nachdenken, dass ehrliche und ernsthafte Beratung nicht zwangsläufig fallende Provisionszahlen zur Folge haben muss. Oder sogar: dass man mit mündigen Kunden im Zweifel sogar bessere Geschäfte machen kann als mit den für dumm gehaltenen Peanuts-Lieferanten…

Träumen kann ich auch von einem Wandel in der Versicherungswelt:
Wäre es wirklich so schlimm, zuzugeben, dass Kapitallebensversicherungen im Sinne einer Geldanlage keine Geldanlage mehr sind?
Wieviel entspannter könnte ein solches Produkt denn noch da, wo es angebracht ist, angeboten werden, wenn hier mit offenen Karten gespielt würde?
Ja mei, dann wird das Segment halt zusammengestampft und die Versicherungskonzerne entwickeln neue, sinnvolle Produkte! Wozu dieses ewige Festklammern an der verhärmten, ausgelaugten Milchkuh, die ein würdiges Ende auf einer Ruheweide verdient hätte?

Genüg gewünscht – welche Trends sehe ich denn?

Trends sind – im Gegensatz zu Träumen – das, was zwar schon im Kleinen passiert, aber noch keinen tiefgreifenden Wandel ins Selbstverständliche vollzogen hat:

  • Nach meiner Logik manövriert sich die etablierte Industrie auch 2014 mit ihrem andauernden Fehlverhalten weiterhin ins Abseits. Die moderne Finanzwelt ist nämlich gerade dabei, sich neu zu erfinden – und die fossilen, schwerfälligen Vehikel der Vergangenheit haben sich so unbeliebt gemacht, dass sie, wenn sie weiterhin ihren Ernährungsplan nicht umstellen, so lange um die letzten Bissen kämpfen werden, bis am Ende nur noch Schrumpfen sie vorm Verhungern retten wird.

Egal ob ein Crash in 2014, 2016 oder nie kommt, wir leben in modernen, unsicheren Zeiten und da passt auch diese immerwährende Weisheit:
„Zeiten der Unsicherheit sind Zeiten, in denen es viele Möglichkeiten gibt.“

Nutzen wir die Möglichkeiten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Löse diese Aufgabe vor dem Abschicken! * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.