Schluss mit „Keine Ahnung!“ – Wie man eine Rentenversicherung bewertet

Fast jeder hat mindestens eine. Und fast niemand ist sich wirklich sicher, ob er seine Rentenversicherung gut findet. Wie Du diese Unsicherheit beseitigen kannst, erfährst Du – nicht ganz – in diesem Artikel.

Ein ganzer Dschungel nur für eine Produktart

Renten- und Lebensversicherungen sind ein Wald voller Bäume, die auf den ersten Blick zwar alle gleich aussehen, sich aber in Astwerk, Blättermaserung und vor allem in der Wurzelbildung unterscheiden. Allen gemein ist, dass sie neben der gesetzlichen Rente die einzige kapitalbasierte Möglichkeit darstellen, ein gesichertes lebenslanges monatliches Einkommen zu erhalten. Das ist auch tatsächlich das allerbeste, was man über das Produkt „Rentenversicherung“ sagen kann – und es ist sehr wichtig, dieses Argument niemals aus den Augen zu verlieren.

Lebenslang schlägt jede Rendite

Leider hat sich im Volksgebrauch eingebürgert, Lebens- und Rentenversicherungen als Kapitalanlage zu betrachten. Aus diesem Blickwinkel angeschaut ist es vollkommen klar, dass Millionen Versicherungen jedes Jahr aufgelöst werden, weil die Verbraucher massiv enttäuscht sind von den schlechten Renditen, die innerhalb dieser Produkte heute zu erreichen sind. „Das kann ich mit jedem ETF-Depot zehnmal besser!“ ist das Totschlag-Argument.

Ja.
Jedes ordentlich strukturierte und geführte ETF-Depot wird Dir auf lange Sicht – ich rede jetzt von 20 – 40 Jahren – mit Sicherheit eine deutlich bessere Rendite einbringen, als es jede Rentenversicherung jemals könnte. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

Ich möchte Dich jedoch bitten, den Blick mal von der Ansparphase wegzuheben und Dir die Auszahlphase anzuschauen:
Während es bei Deinem ETF-Depot durchaus passieren kann, dass es sich irgendwann erschöpft – sprich, dass Du all dein Kapital verbraucht hast – kann dies bei einer lebenslangen Rentenzahlung aus einer Versicherung einfach nicht geschehen. Selbst wenn Du 120 Jahre alt werden solltest, wird die Rentenversicherung weiter zahlen, Monat für Monat, verlässlich. Das – und nur das – ist der Kern einer Rentenversicherung. Sie beitet Dir eine Sicherheit, die Du mit keinem anderen Produkt der Welt sonst kaufen kannst.

Die einzige Alternative dazu ist, dass Du Dir ein so großes privates Vermögen anschaffst, dass es Dir unmöglich sein wird, es zu Deinen Lebzeiten zu verbrauchen. Kannst Du diese Sicherheit auch ohne Versicherungen schaffen – z.Bsp. aus Mieteinnahmen oder anderem bereits vorhandenen Vermögen, so bist Du grundsätzlich schon mal kein Kandidat für eine private Rentenversicherung und solltest sie nur in Betracht ziehen, wenn Du Dir ansonsten davon Vorteile erhoffen kannst – z.Bsp. Riesterzulagen, Arbeitgeberzuschüsse oder Steuerersparnisse.

Sowohl als auch

Da also eine Rentenversicherung kein Vermögen, sondern nur Sicherheit schafft, ein Vermögen aber so schwer aufzubauen ist, wenn alle Sparbeiträge in Rentenversicherungen laufen, plädiere ich für einen Mittelweg.

Sinnvoll ist es, sich (auch) mit Versicherung(en) ein Netz und doppelten Boden unter die Altersversorgung zu legen – und parallel dazu ein Vermögen aufzubauen, welches Dir ein Leben in der Rentenzeit ermöglicht, das Du haben willst.
Das Netz und den doppelten Boden brauchst Du also nur, um Dich vor dem Verhungern, Verdursten und den Gang aufs Sozialamt zu schützen, soviel Sicherheit muss meines Erachtens sein.

Wenn Du also bereits eine private Rentenversicherung hast, gilt es, zu schauen, ob das Produkt auch Deine Bedürfnisse erfüllt – und genau hier scheiden sich die Geister. Niemand will ausgerechnet die teuerste Versicherung am Markt bezahlen. Genausowenig diejenige, die am allerschlechtesten mit Deinem Geld wirtschaftet. Und ob die, die Dir als Geldanalageprodukt verkauft worden ist, auch die Sicherheit bietet, die eigentlich ihre Kernaufgabe ist – tja, auch das wäre schön, zu wissen.

Eine der mir meistgestellten Fragen ist also: „Soll ich meine Versicherung behalten?“ Meine stereotypische Antwort darauf ist: „Keine Ahnung, muss ich rechnen!“

Also rechne ich bestimmt 5mal in der Woche Rentenversicherungen. Und mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass bei 2 dieser Berechnungen meine teure Analyse eigentlich gar nicht nötig wäre: mit ein bisschen angewandter Finanzbildung kannst du das nämlich auch selbst.

Also: Wie rechnet man eine Rentenversicherung?

Zuerst einmal ist es wichtig zu unterscheiden, um welchen Typ Versicherung es sich handelt:
Ist es eine Lebensversicherung oder eine Rentenversicherung? Leider werden die beiden Begriffe sehr gern synomym verwendet, was ich überhaupt nicht verstehen kann, da sie vollkommen verschiedene Risiken abdecken und daher zwar ähnlich, aber doch nicht gleich zu bewerten sind.

Wenn du also aus deinen Unterlagen herausgefunden hast, ob es eine Renten- oder Lebensversicherung ist, musst Du als nächstes herausfinden, welche Sorte Rentenversicherung es ist:
Eine klassische Rentenversicherung legt Dein Geld einfach intern an. Hier spielen keine Fonds oder einzelne Anlageprodukte eine Rolle, sondern hier weißt Du ganz genau, womit Du zu rechnen hast: Es gibt einen Garantiezins, der mit Deinen Sparbeiträgen mindestens erreicht werden muss.

Hier kannst du sehr leicht ausrechnen, wie hoch die Kosten Deiner Versicherung sind:
Du nimmst deine hochgerechneten eingezahlten Beiträge incl. der Garantieverzinsung – und ziehst von dieser größeren Summe die kleinere garantierte Kapitalsumme zum Renteneintritt ab. Die Differenz sind die Kosten und die Dir entgangene Rendite.

Wirklich wichtig ist jetzt aber die Rente, die Du erhältst (denn das wäre eigentlich der richtige Grund gewesen, die Versicherung überhaupt abzuschließen):
Du hast die Dir garantierte Kapitalsumme zum Renteneintritt und daneben steht irgendwo die Dir zugesagte Rente, die Dir gezahlt werden soll. Jetzt kannst Du wunderbar ausrechnen, wie alt Du werden musst, damit Du mehr als Dein gesamtes Kapital bekommst.

….. Und an dieser Stelle breche ich den Artikel ab, denn mir ist etwas sehr viel besseres eingefallen, was ich tun kann, damit Du lernen kannst, Dir Deine eigene Meinung zu bilden.

(Außerdem habe ich nächtelang von diesem Artikel geträumt, er wurde im Alp immer länger und komplexer, bis ich mir irgendwann eingestehen musste, dass ein möglichst kurzer Blogartikel nicht ausreicht, Dir das erzählen zu können, was Du wissen musst.)

Ich zeige es Dir einfach!

Lesen ist nicht das gleiche, wie es wirklich zu sehen und es nachvollziehen zu können. Ich habe oft den Verdacht, dass das Wissen, was in vielen Publikationen drinsteckt, zu theoretisch ist, um anwendbar zu sein.

Also zeige ich Dir richtig „am lebenden Objekt“, wie ich mir eine bereits bestehende Versicherung erschließe und wie Du das dann für deine Versicherung auch tun kannst.

Schluß mit „Keine Ahnung“!

Dazu arbeiten wir mit einem ganz einfachen Online-Tool, nämlich Zinsen-berechnen.de und ich gehe mit Dir Schritt für Schritt den Ablauf durch. Und – und das ist das eigentlich wichtige dabei – ich erkläre Dir live die Gedanken und Schlußfolgerungen, die Du Dir anhand Deiner Ergebnisse machen kannst.

Ziel ist es, dass Du am Ende des Webinars weißt, wie Du zu Deiner eigenen Versicherung stehen willst:
„Ja, sie ist in Ordnung, mache ich so weiter!“ oder „Hmpft, das ist nicht wirklich das, was ich will, das lege ich still!“ oder – in hoffentlich wenigen Fällen – „Boah, was für ein Mist, das löse ich auf!“.
Es könnte sogar sein, dass sich dein Blick auf Rentenversicherungen per se sich sich komplett verändert und Du zu dem Schluß kommst, dass Du vielleicht doch noch eine Zusätzliche willst oder deinen Arbeitgeber nach einer Direktversicherung fragst… who knows?

Ich weiß also nicht, welche Schlüsse Du für Dich ziehen wirst, ich weiß nur, dass Du sie aufgrund einer ganz neuen Wissenslage ziehen wirst. Und: Dass das sicher nicht zu deinem Schaden ist.
Es gibt nichts besseres, als sich in den eigenen Finanzen auszukennen und einen klaren Plan zu haben, was man will und was nicht.

Wenn Du also Lust hast, „Schluß mit Keine Ahnung!“ zu sagen, möchte ich Dir gerne mein Finanzbildungs-Webinar am 15.04.2018 um 10.30h anbieten: Ich werde Dir in anderthalb Stunden zeigen, wie man Rentenversicherungen rechnet und wie Du Dir Deine Meinung bilden kannst, es wird natürlich auch ausreichend Zeit und Platz für Deine Fragen geben.

Die ersten 5 Teilnehmer bekommen als Bonus geschenkt, dass sie mir ihre eigene Rentenversicherung anonymisiert einscannen und Du eine persönliche Einschätzung von mir in einem viertelstündigen Telefonat erhältst. 
Dieser Bonus gilt auch für die 3 mittigen und die 3 letzten Anmeldungen  – ein bisschen Nervenkitzel darf auch für Euch dabei sein.

Hier geht es zum Webinar: -> http://blog.geldwert-finanz.de/webinar-rentenversicherungen/

Ich freue mich sehr, wenn du dich anmeldest und ich Dir zeigen kann, was ich weiß.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.